Über uns

Die Kumpanei ist ein integratives Gemeinschaftswohprojekt für ca. 40 Wohneinheiten in Graz. Es befindet sich derzeit in der Konzeptionsphase, in der noch viele Details erarbeitet werden müssen. Das Projekt befindet sich daher im Fluss – viele Dinge sind noch offen. Das ist einerseits verunsichernd – man weiss noch nicht, wann man wo einziehen kann – andereseits bedeutet es, dass alle InteressentInnen sich noch direkt bei der Gestaltung einbringen können.

Hier findest du ein paar Fakten über die Kumpanei im Überblick:

  • Die Chronologie – was seit dem ersten Treffen der beiden InitiatorInnen, Petra Lex und Karl-Heinz (Carlo) Posch im August 2010 geschah
  • Die Rahmenbedingungen – eine kurze Aufstellung über die Eckpunkte der Kumpanei
  • Eine Aufstellung der seit Anfang August 2011 tätigen Arbeitsgruppen
  • Der ganz grobe Zeitplan

Chronologie

  • August 2010: Zufälliges Treffen von Petra Lex und Karl-Heinz Posch (Carlo) bei einer La Strada Veranstaltung führte zu einem gemeinsamen explorieren ähnlicher Ideen, ursprünglich mit dem Ziel in den Reininghausgründen mit einem Gemeinschaftswohnprojekt ein städtebauliches Signal zu setzen.
  • September 2010: Besuche bei der Sargfabrik in Wien, bei den Gemeinschaftswohnprojekten in Gänserndorf bei Wien (u.a. „Lebensraum“ ), und in den neuen Stadtentwicklungsgebieten in Freiburg: „Vauban“ und „Rieselfeld“ .
  • Oktober 2010: Ausarbeitung der „Rahmenbedingungen“ – wie soll das Wohnrprojekt gestaltet sein – städtisch, multigenerationell, gemischt, etwa 40 Einheiten groß, relativ starke Gemeinschaftskomponenten, viel Gemeinschaftsflächen, aber auch genug privat, ökologisch, autofrei (bis auf Carsharing).
  • November 2010: Kontaktaufnahme mit dem Wohnprojekt Wien
  • Dezember 2010: Ausarbeitung der Statuten: „best of“ aus den Statuten des Wohnprojekts Wien und der Sargfabrik sowie aus Diskussionen in der Kleingruppe, mittlerweile auf 4 Erwachsene angewachsen. Inoffizielle Gründung des Vereins „Cumpane“, Anmeldung bei der Vereinspolizei.
  • Feber 2011: Überarbeitung der Vereinsstatuten aufgrund der Rückmeldung der Vereinspolizei, Reduktion des Teams auf Petra und Carlo.
  • März 2011: Erste öffentliche Vorstellung des Projekts bei den Grünen SeniorInnen, enthousiastische Aufnahme in der Versammlung, äußerst bescheidene Zahl an konkreten Rückmeldungen nach der Veranstaltung (nur 1). Carlo in Auroville, Indien – dort weitere Anregungen zu Gemeinschaftswohnprojekten – u.a. das Buch „Creating Cohousing“
  • April 2011: Pressegespräch mit der WAB-Platform und anderen Wohnprojekten, kurzer Artikel in der Wohnbeilage der Kleinen Zeitung. Teilnahme an der von der WAB organisierten Baugruppentagung.
  • Mai 2011: Pressetermin Kleine Zeitung für G7 Sonntagsbeilage , Konzeption einer Veranstaltungsreihe für Juni und Juli.
  • Juni 2011: Termine mit Stadtrat Rüsch (Finanzen, Liegenschaften) und Stadträtin Kahr (Wohnen), Grundstücksbesichtigungen. Bekanntheit deutlich größer durch G7 Artikel (5. Juni: „Die Kumpel von nebenan“).
  • 16. Juni2011: 1. Infoveranstaltung, Vorstellung der Kumpanei, ca. 40 InteressentInnen
  • 30. Juni 2011: 2. Infoveranstaltung, Vorstellung des Wohnprojekts Wien, ca. 30 InteressentInnen
  • Juli 2011: 3 Kumpanei-Frühstücke zum Kennenlernen, Fragenstellen, Vorstellungen, Vertiefen, mit jeweils 15-25 TeilnehmerInnen. Beim 3. Frühstück Vorstellung von „Projektentfaltung“ und „Dragon Dreaming“. Termin mit Wolfgang Kristan von der Wohnbauförderung
  • August 2011: Die ersten regelmäßigen KumpaneiTreffs, Gründung von 6 Arbeitsgruppen, Durchführung des „Tags am Lande“ (zur Entwicklung der Gemeinschaft und Verbreiterung des gemeinsamen Wissens über das Projekt) am 28.8. mit 17 TeilnehmerInnen. Die 4 Arbeitsgruppen Grundstücke, Öffentlichkeit, Organisation und Gemeinschaft starten ihre Arbeit. Verein „CumPane – Verein für integrative Lebensgestaltung“ nun offiziell im Vereinsregister registriert (ZVR-Zahl: 353255242).
  • September 2011: Fortführung der KumpaneiTreffs und der Arbeitsgruppen

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Rahmenbedingungen

Einleitung

Die Rahmenbedingungen für die Kumpanei wurden im Herbst 2010 von einer Kleingruppe erarbeitet. Sie gelten als Richtlinie für die Kumpanei. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und die Gemeinschaft.

Was diese Gemeinschaft so besonders macht:

  • JedeR ist wichtig und bringt sich ein:

    Die gemeinsame Planung und Arbeit am Projekt sowie gemeinschaftsbildende Feste, Workshops, und Seminare sollen und werden die Talente und Fähigkeiten der Mitglieder zum Vorschein und zum Einsatz bringen. Jede PartnerIn der „Kumpanei“ leistet einen Beitrag zur Gemeinschaft.

  • Der „Großfamilien-Joker“:

    Die Gemeinschaft steht im Vordergrund, anonymes Aneinander-vorbei-leben soll vermieden werden. Das Zusammenwohnen vieler unterschiedlicher Familien und Altersgruppen in der Kumpanei ermöglicht ein ganz anderes Zusammen-Leben – mit gegenseitiger Unterstützung, Betreuung, Beratung, teilen von Ressourcen.

  • In der Kumpanei sollen verschiedene Lebensformen möglich sein:

    Singles, Paare, Familien, Patchwork-Familien, AlleinerzieherInnen, Wohngemeinschaften für unterschiedlichste Bedürfnisse, Generationenhaus, GastbewohnerInnen.

  • Ein Geschenk für die Stadt:

    Es wäre das erste Projekt dieser Art in Graz (und erst das 3. in Österreich). Die Kumpanei soll städtisches Leben fördern und einen positiven Impuls für das Stadtviertel, in dem es steht, sein. Es soll als Vorbild für weitere Gemeinschafts-Wohnprojekte zu dienen.

Die Rahmenbedingungen im Einzelnen

  • 1. Sozialer Mix

    Die Gemeinschaft sollte nicht nur aus Freundeskreisen und homogenen Einheiten bestehen, sondern eine gute Durchmischung sozialer Gruppen und verschiedener Generationen aufweisen

  • 2. Lage

    Das Wohnprojektes soll möglichst innerstädtisch sein, das bedeutet angeschlossen an das Straßenbahnnetz, maximal 20 Fahrradminuten Entfernung von der Innenstadt, Umfeld mit guter Infrastruktur.

  • 3. Anforderungen an das Umfeld

    Möglichst diverse Einkaufsmöglichkeiten ohne Auto, Spielplatz, Grünanlagen, Kindergärten und Schulen in fußläufiger Nähe; Sportanlagen, Bademöglichkeiten per Rad gut erreichbar.

  • 4. Öko-Logisch

    Ökologische Nachhaltigkeit ergibt sich bereits durch die gemeinschaftliche Wohnform, und wird bewusst angestrebt. Die Siedlung wird autofrei sein, ein exzellentes Energie(spar-)system haben und durch gemeinsame Nutzung von Ressourcen und Gebäuden unsere Natur nur sehr gering belasten.

  • 5. Mobilität

    Die Siedlung ist autofrei, Privatautos sind daher in keiner Garagenlösung berücksichtigt. Wer unbedingt ein Privatauto braucht, muss für eine Lösung außerhalb des Projekts sorgen. Gemeinschaftliche und ökologische Mobilitätsformen sollen speziell gefördert werden, z.B. durch gemeinschaftlich genutzte ÖV-Jahreskarten, Carsharing, großzügige Fahrradinfrastruktur, gemeinschaftlich genützte Fahrradanhänger und Cargo-Bikes.

  • 6. Aussehen und Größe des Gebäudes

    Kombination aus modernem mehrstöckigem Stadthaus und verdichtetem Flachbau, Altbestand Mitnutzung ebenfalls möglich – je nachdem, was am Grundstück und finanziell möglich ist. Das Wohnprojekt soll zumindest 40 Wohneinheiten und zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen umfassen, unser Vorbild ist das Projekt Sargfabrik (Insgesamt 112 Wohneinheiten, davon Miss Sargfabrik 39 Wohneinheiten).

  • 7. Wohnform:

    Eigene abgeschlossene Wohnungen wie z.B. Single, Familie, Wohngemeinschaft (WG), sowie alternative Wohnformen wie z.B: Alten-WG, betreute Jugendliche, betreute Sozialfälle sind möglich und erwünscht. Altersgerechte und barrierefreie Ausstattung soll unbedingt angestrebt werden.

  • 8. Wohnungsgrößen

    Größen bis 50qm/Person sind denkbar und somit auch Familienwohnungen über 100qm, allerdings wird prinzipiell ein ressourcenschonender Umgang mit Wohnraum vorausgesetzt. Lieber kleinere Wohnungen und dafür großzügigere Gemeinschaftseinrichtungen – soll das Prinzip sein.

  • 9. Gemeinschaftseinrichtungen

    Gemeinschaftliche Lösungen sollen bevorzugt werden (z.B. Gemeinschaftsbalkone, Gemeinschaftsgärten statt private), wobei aber ein ausreichendes Maß an privaten Flächen ebenfalls berücksichtigt wird. Erwünscht: (Dach-)gärten, Hobbyräume, Werkstatt, Fahrradräume, Gemeinschaftsräume für unterschiedliche Bedürfnisse ( Seminare, Kunst, Kultur); Wellness; Gästewohnung; Waschküche + Trockenraum; Gemeinschaftsküche, Bibliothek. Ausdrücklich wollen wir auch ambitionierte Gemeinschaftsprojekte wie ein Badehaus und einen Kulturcafé-Betrieb nach dem Muster der Sargfabrik anstreben, das ohne eine gewisse Mindestgröße des Gesamtprojekts nicht möglich ist. Auch die Einrichtung eines Stadteilzentrums ist denkbar.

  • 10.Eigentum/Miete

    Bestandsvertrag der BewohnerInnen mit dem Verein orientiert am Modell der Sargfabrik und des Wohnprojekts Wien. Eigentum im Sinne einer Wohnung über deren Verkauf man verfügt ist ausgeschlossen. Investitionen sollten aber möglich sein und auch „bei den jeweiligen BewohnerInnen bleiben“. In die Hausgemeinschaft ist verpflichtend ein noch festzulegendes Arbeitzeitkontingent zu investieren ( ca. 10 Stunden pro Monat).

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Arbeitsgruppen

Die Arbeitsgruppen und ihre Aufgabenfelder wurden Anfang August 2011 grob festgelegt. Die meisten Arbeitsgruppen sind bereits aktiv. Kontaktpersonen werden noch festgelegt. Falls du mitarbeiten möchtest, melde dich bei interesse@cumpane.com.

  • Grundstücke:

    welche gibt es, wie steht es mit genaueren Informationen, brauchen wir eine vertiefte Studie?
    • Wahrnehmen von Sprechstunden mit Stadtplanung, Graz Immobilien und ähnlichen Institutionen
    • Sammlung und Ausforschung und erste Beurteilung von potenziellen Grundstücken und Sanierungsobjekten
    • Anfertigung und Führung einer Checkliste zur Standardisierung und Objektivierung der Beurteilung
  • Website/Öffentlichkeitsarbeit:

    wie präsentieren wir uns, wie sind welche Informationen für wen zugänglich? Facebook, Downloadzonen, website etc.
    • Website:
      • Attraktive Homepage (Eingangsseite)
      • Download- und Upload- Möglichkeit mit sinnvoller Ordnung
      • Administration der Passwörter
      • Forum – und dessen Administration
      • Bibliotheksverzeichnis
      • Arbeitszeit-Eintragungssystem
    • Öffentlichkeitsarbeit:
      • Kontakt zu anderen Gruppen
      • Anfragen-management
      • Pressearbeit
      • Aussendungen an UnterstützerInnen
  • Finanzen und Recht

    • Gespräche/Verhandlungen mit Bauträgern, Förderstellen, Banken...
    • Weiterentwicklung bestehender Kalkulationsmodelle
    • Kontaktpflege mit befreundeten Projekten
    • Auslotung der Möglichkeiten verschiedener Finanzquellen: Wohnbauförderung, Energie, Autofrei, Holzbauweise, Forschungsprojekt
    • Konkretisierung eines Finanzplans: wann ist wieviel einzuzahlen, wie werden Vorleistungen bewertet, was ist konkret zu finanzieren
  • Architektur

    wie soll unser Projekt aussehen? Welche Gemeinschaftsflächen soll es haben? Wie werden die verwaltet/bespielt? Hier wäre z.B. eine Exkursion (per Fahrrad) zu verschiedenen Wohnprojekten in Graz denkbar... oder ein Photovortrag mit Beispielen...
    • Designworkshops planen nach Muster des Cohousing-Konzepts
    • Andere Architektur-Konzepte anschauen (live oder in Büchern oder bei ArchitektInnen)
    • Diskutieren mit Architekten: Pentaplan, Einszueins, Bramberger…
    • Die Rahmenbedingungen überprüfen, vertiefen und präzisieren
    • Gemeinschaftsflächen genauer definieren
    • Städtebau: was bieten wir der Stadt im Sinne von Stadtentwicklung? Was bietet die Stadt uns an? „Städtebauliche Verzahnung“
  • Gemeinschaft und Feiern

    • Umgang mit Konflikten: gewaltfreie Kommunikation, Versöhnungsteam, Schiedsgericht
    • Entscheidungsvorbereitung: z.B. Grundstückskauf
    • Einbindung von neuen Personen
    • Vorbereitung ein Tag am Lande
    • Was macht die Gemeinschaft im Wohnprojekt?
      • Kochen? Musizieren? Handwerkliches? Gärtnern? Gemeinsam arbeiten? Kinderbetreuung? Etc. dazu wären Vorschläge zu erarbeiten…
    • Feiern: wie kommen wir zu einer Feierkultur? Wer organisiert feiern?
      • Geburtstage
      • Musik
      • Impro-Theater
  • Organisation

    wie vertiefen wir die Organisation? Wie können Arbeiten aufgeteilt werden (derzeit laufen Adressverwaltung, KumpaneiTreff-Organisation, Generelle Leitung und zahlreiche inhaltliche Arbeiten über Carlo und Petra)...
    • Arbeitszeitbewertung
    • KumpaneiTreff-Vorbereitung, Nachbereitung (Protokolle)
    • Leitungskreis und Arbeitsgruppen – leiten, betreuen, kontrollieren – kurz: managen
    • Organisationsentwicklung – laufende Anpassung der Organisation an die Größe und Bedürfnisse der Gruppe(n)
    • Entscheidungsvorbereitung (z.B. Soziokratie weiter ausarbeiten)
    • Adressen-Verwaltung (Mailingliste, Kernteam, InteressentInnen am Wohnen, InteressentInnen rein inhaltlich)
    • Einladungen
    • Website-Betreuung
    • VereinsStatut präsentieren
    • Mitgliedschaft (vielleicht erst nach dem Dragon Dreaming workshop)

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Zeitplan

Es gibt zahlreiche Baugruppen- und Gemeinschaftswohnprojekte, viele scheitern, insbesondere durch mangelndes Tempo. Es ist sehr schwierig, Gruppen zusammenzuhalten, wenn keine Entwicklung stattfindet. Die Kumpanei möchte dies vermeiden und hat daher einen ambitionierten Zeitplan, der noch sehr grob ist, aber laufend verfeinert werden soll:

  • Bis Ende 2011: Durchführung eines Dragon Dreaming Workshops, erste größere Einzahlung ins Vereinskonto, Erreichung der vollen Entscheidungsfähigkeit der Gruppe zum Grundstückskauf oder –pacht.
  • Anfang 2012: Grundstückskauf (oder –pacht), Planungsbeginn
  • Ende 2012: Planungsabschluss, eventuell Baubeginn
  • 2013: Bau
  • 2014: Einzug

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