GRUNDSATZPAPIER

Integratives Gemeinschaftswohnprojekt Kumpanei

Im Mittelpunkt stehen die Menschen, das Wohnen und die Gemeinschaft

Nachhaltig Wohnen in der Stadt:
Wir verbinden urbanes Leben und Wohnen mit Ökologie, Nachhaltigkeit und Naturnähe

Gemeinschaft in Vielfalt:
Mit Menschen erweitern wir Horizonte

G'scheit wohnen:
Wir zeigen, dass es geht


Über UNS

Die Kumpanei ist ein integratives Gemeinschaftswohnprojekt für ca. 30 Wohneinheiten in Graz.


Träger: „CumPane – Verein für integrative Lebensgestaltung“

Der Verein CumPane wurde gegründet als gemeinnütziger Verein zur Integrativen Lebensgestaltung. Die Statuten des Vereins wurden nach Vorbild ähnlicher Vereine in Wien errichtet. Das Statut sieht die Einrichtung von Arbeitsgruppen sowie gemeinschaftliche Entscheidungen vor. In diesem Sinne wurden nach soziokratischen Prinzipien Arbeitskreise sowie ein Leitungskreis eingerichtet.

Ordentliche Mitglieder entrichten eine Beitrittsgebühr, arbeiten aktiv mit und sind entscheidungsberechtigt. Es gibt auch die Möglichkeit, förderndes Mitglied zu werden, dies geschieht auf Antrag an den Vorstand. Aus einem fördernden Mitglied kann per Beschluss der Mitgliederversammlung ein ordentliches Mitglied werden.


Was diese Gemeinschaft besonders macht


    JedeR ist wichtig und bringt sich ein:

    Die gemeinsame Planung und Arbeit am Projekt sowie gemeinschaftsbildende Feste, Workshops, und Seminare bringen die Talente und Fähigkeiten der Mitglieder zum Vorschein und zum Einsatz. Jedes Mitglied der „Kumpanei“ leistet einen Beitrag zur Gemeinschaft.

    Der „Großfamilien-Joker“:

    Die Gemeinschaft steht im Vordergrund, anonymes Aneinander-vorbei-Leben wird vermieden. Das Zusammenwohnen vieler unterschiedlicher Familien und Altersgruppen in der Kumpanei ermöglicht ein ganz anderes Zusammen-Leben – mit gegenseitiger Unterstützung und Teilen von Ressourcen.

    Ein Impuls für die Stadt:

    Die Kumpanei ist das erste Projekt dieser Art in Graz. Das realisierte Wohnprojekt fördert städtisches Leben und setzt einen positiven Impuls für das Stadtviertel, in dem es steht. Es wird als Vorbild für weitere Gemeinschafts-Wohnprojekte dienen.


Ziele und Haltungen

  • Sozialer Mix
  • Ein Wohnprojekt für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Alters- und Gesellschaftsgruppen ermöglicht Diversität und gemeinsames Leben zum Wohle aller Beteiligten

  • Ökologisch
  • Im Wohnprojekt wird eine nachhaltige Lebensweise im Sinne von Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit angestrebt. Diese Prinzipien finden sich wieder in Bauweise, Lage und Wohnform.

  • Mobilität
  • Ökologische Mobilitätsformen werden gefördert, z.B. durch gemeinschaftlich genutzte ÖVJahreskarten, Carsharing, großzügige Fahrradinfrastruktur mit gemeinsam genutzten Fahrradanhängern und Lastenrädern.

    Eine urbane Lage mit guter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ermöglicht weitgehenden Verzicht auf Privatautos.

  • Wohnform
  • Eigene abgeschlossene Wohnungen wie z.B. Single, Familie, Wohngemeinschaft (WG), sowie - abhängig von der Projektgröße - zusätzlich alternative Wohnformen (z.B. extern betreute Wohngemeinschaften für Ältere, Jugendliche, Menschen mit Handicap) und Gemeindewohnungen.

    Um diese zusätzlichen Wohnformen gut zu integrieren werden Instrumente und Wege gefunden, die die Lebensqualität sicherstellen und keine finanziellen Nachteile für die Mitglieder entstehen lassen.

    Die BewohnerInnen nutzen z.B. Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsküche, Werkstatt, Gästewohnung im Sinne des Co-Housings; Veranstaltungsräume und ein Kulturcafé können auch von Initiativen im Stadtteil genutzt werden.

  • Urbanität – Lage
  • Das Wohnprojekt soll möglichst innerstädtisch sein. Das bedeutet: Sehr guter Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz, maximal 20 Fahrradminuten Entfernung von der Innenstadt (ca. 3,0 Kilometer Luftlinie), umgeben von guter Infrastruktur.

  • Umfeld
  • Diverse Einkaufsmöglichkeiten, Spielplatz, Grünanlagen, Ärzte, Kindergärten und Schulen, Sportanlagen, Bademöglichkeiten fußläufig oder zumindest ohne Auto gut erreichbar.

  • „Das Gebäude“
  • Das Wohnprojekt soll neben den Wohneinheiten auch zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen umfassen. Barrierefreiheit des Wohnkomplexes ist gegeben.

  • Der Verein CumPane erwirbt das Baugrundstück bzw. Objekt durch Kauf oder Pacht (Baurecht). Der Verein beauftragt ArchitektInnen, BauträgerInnen etc. mit den erforderlichen Schritten zur Errichtung / zum Umbau des Wohnprojektes.

  • Der Verein kann als Bauherr auftreten und ArchitektInnen und BauträgerInnen direkt beauftragen oder mit BauträgerInnen kooperieren.

    In weiterer Folge ist der Verein der Eigentümer des Wohnhauses oder mietet es vom BauträgerIn (eventuell Kaufoption).

  • Der Verein beabsichtigt, das Wohnprojekt in Form eines „Wohnheimes“ zu betreiben. Das bedeutet, die BewohnerInnen erwerben weder Eigentum noch mieten sie die Wohnungen im klassischen Sinn, sondern schließen besondere Bestandsverträge ab. In diesen Bestandsverträgen sind die Rechte und Pflichten des Vereins und der BestandnehmerInnen umfassend geregelt. Damit soll der Vereinszweck auf Dauer sichergestellt werden.

  • Darüber hinaus erfordert und ermöglicht die Errichtung eines Wohnheimes (sozusagen wesensimmanent) die Errichtung und Betreibung von Gemeinschaftseinrichtungen in größerem Ausmaß, als es klassische Geschoßwohnbauten vorsehen.

  • Abhängig von der endgültigen Ausgestaltung des Wohnprojektes sollen Förderungen in Anspruch genommen werden. Das sind z.B. Förderungen im Rahmen des Steiermärkischen Wohnbauförderungsgesetzes, die Förderung als Pilotprojekt mit besonderen sozialen und integrativen Aspekten.

  • Die Finanzierung des Projekts erfolgt grundsätzlich über Grundkapital (aufgebracht durch die Vereinsmitglieder) und mit Krediten, alternativen Finanzierungsformen oder Vermögenspool. Geplant sind mehrere Finanzierungsschritte. Ein erster finanzieller Beitrag war die Einzahlung der Beitrittsgebühr, wodurch ein Arbeitskapital zur Verfügung steht. Sobald ein konkretes Projekt zur Verfügung steht, sind die Aufnahme weiterer Mitglieder sowie die Zahlung eines maßgeblichen Grundbetrages je m2 Wohnfläche unabdingbar.


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